Ohrgeräusche: Ursachen und Symptome

Foto: Klaus Hausmann

Ohrgeräusche Symptome

Immer mehr Menschen leiden unter Ohrensausen oder haben Ohrgeräusche wie ständiges Pfeifen, Piepsen, Brummen, Zischen oder Rattern. Das Ohr erzeugt einen Dauerton oder auch ein pulsierendes Rauschen. Manche Patienten berichten auch über Ohrgeräusche wie ständiges Knacken, Klicken oder Klopfen.

Die Symptome können in vielfältigster Art und Intensität auftreten. Manchmal werden Ohrgeräusche nur im rechten oder im linken Ohr wahrgenommen, oft auch in beiden und es gibt auch Menschen die den Entstehungsort des Tinnitus direkt im Kopf lokalisieren.

In der Medizin bezeichnet man solche Ohrgeräusche als Tinnitus, das fachlich (lat. das Klingeln der Ohren“) bedeutet. Wir sprechen hier eindeutig von einem Symptom und nicht von einer Krankheit.

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Die Ursachen für die Ohrgeräusche können nicht mit einer äußeren Schallquelle in Verbindung gebracht werden. Sie werden nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen. Allein dadurch sind Menschen mit Tinnitus einem extremen Leidensdruck ausgesetzt.

Oftmals reagieren Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen nur mit einem bedauernden Schulterzucken, wenn man erzählt: „Ich habe ein ständiges Rauschen im Ohr.“ oder es wird unterstellt man bilde sich diese Geräusche nur ein. Wer kann sich denn auch im entferntesten realistisch vorstellen was es wirklich bedeutet ständig ein Geräusch zu hören, das nur im eigenen Kopf existiert außer der Betroffene selbst.

Mittlerweile können Ohrgeräusche als Zivilisationskrankheit bezeichnet werden

In der Wikipedia kann man lesen, dass die Wissenschaft davon ausgeht, dass mindestens 25% aller Menschen in Industrieländern mindestens einmal im Leben von Ohrgeräuschen betroffen sind. In Deutschland haben immerhin 15% der älteren Menschen ständige Ohrgeräusche. Normalerweise treten erste Symptome zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf. Da man während der letzten Jahrzehnte einen starken Anstieg der Krankheitsfälle feststellt, kann man mittlerweile von einer Volkskrankheit reden.

Unklar ist wie hoch die Dunkelziffer der Erkrankungen ist. Niemand weiß wie viele Menschen die unter ständigen Geräuschen im Ohr leiden überhaupt jemals einen Arzt aufsuchen und wie hoch auch der Leidensdruck eines Betroffenen sein muss, damit er seine Ohrgeräusche als behandlungsbedürftigen Tinnitus einstuft. „Manchmal habe ich ein Rauschen im Ohr. Das geht dann aber wieder weg und ich höre das nur wenn es um mich herum ganz still ist.“ 

Früher waren von der Erkrankung hauptsächlich ältere Menschen betroffen. Tendenziell nimmt jedoch der Anteil jüngerer Menschen, die unter Ohrgeräuschen leiden ständig zu. Erste Symptome entwickeln sich oft in Phasen von erhöhtem beruflichen Leistungsdruck oder gehen einher mit erhöhtem privaten Stress.

Ohrgeräusche – die akute Phase und die chronische Erkrankung

Bei Ohrgeräuschen wird allgemein zwischen einer akuten Phase und der chronischen Erkrankung unterschieden.

Akute Phase:

Plötzlich ist es da, das Rauschen im Ohr. Es gibt viele Menschen, die davon berichten, dass sie schon einmal in ihrem Leben von Ohrgeräuschen betroffen waren, dass die dann aber nach kurzer Zeit wieder verschwunden sind. Aussagen wie: „Ich hab mich erst mal richtig ausgeschlafen und dann war das Ohrensausen wieder weg.“ oder „Ich habe einfach nicht mehr daran gedacht.“ sind bezeichnend für eine kurze akute Phase in der die Ursachen für die Ohrgeräusche ohne ärztliche Behandlung innerhalb von 24 Stunden spontan wieder verschwinden. Wenn die Geräusche im Ohr nicht wieder von alleine verschwinden und über diese kurze Zeitspanne hinaus anhalten, ist dringend zu einem Besuch beim Hals – Nasen – Ohren Arzt zu raten. Dabei gilt die Devise: Besser früher zum Arzt als zu spät.

Wenn Ohrgeräusche einen Verlust des Hörvermögens mit sich bringen, kann es sich dabei um einen Hörsturz handeln, der in jedem Fall eine schnellstmögliche Behandlung beim Arzt erforderlich macht. Bei einem akuten Hörsturz gibt es gute Chancen durch eine entsprechende Behandlung das volle Hörvermögen wieder herzustellen. Je länger die Schwerhörigkeit andauert, desto geringer sind auch die Chancen einer erfolgreichen Tinnitus Behandlung.

In den ersten drei Monaten der Erkrankung spricht man von einer akuten Erkrankung. Wenn die Ohrgeräusche während dieser Zeit nicht verschwinden, werden sie als chronischer Tinnitus bezeichnet. Wissenschaftlichen Einschätzungen zufolge geht man mittlerweile davon aus, dass in Deutschland um die drei Millionen Menschen unter chronischen Ohrgeräuschen leiden.

Wenn die Geräusche im Ohr chronisch werden bedeutet das aber nicht automatisch, dass man sich sein ganzes Leben lang damit herum quälen muss. Die Tinnitus Behandlung und -Heilung kann in jeder Phase erfolgreich sein.

Es gibt eine unglaubliche Vielfalt von Ursachen, die Ohrgeräusche hervorrufen können.

Ohrgeräusche können durch eine Vielzahl von Ursachen entstehen.

Manchmal ist es nur eine Erkältung, auch Nackenverspannungen kommen in Frage, falsche Verhaltensweisen oder Lärmschäden wie ein Schalltrauma. Aber auch ernstzunehmende Krankheiten wie Erkrankungen der Halswirbelsäule, der Kiefergelenke, Herz- oder Kreislauferkrankungen, erhöhter oder stark schwankender Blutdruck, Erkrankungen des Ohrs wie Entzündungen oder ein Verschluss des Gehörgangs durch Fremdkörper oder durch „Ohrenschmalz“ können Ursachen für Ohrgeräusche sein. In vielen Fällen ist der Auslöser auch erhöhter oder dauerhaft anhaltender Stress.

Als Folge  können vielfältige gravierende körperliche Belastungen und ernstzunehmende psychische Probleme entstehen, zum Beispiel:

  • Abgespanntheit
  • Müdigkeit
  • Hörstörungen
  • Konzentrationsverlust
  • ständige Anspannung
  • Kopfschmerzen
  • Angsterkrankungen
  • Verlust des Selbstwertgefühls
  • Depressionen
  • Stress

Ohrgeräusche sind lästig und störend und können eine extreme Lebensbeeinträchtigung zur Folge haben. Ein ständiges Rauschen im Ohr kann nur Dauerstress zur Folge haben. Eine ständige Belastung durch chronische Ohrgeräusche ist nur sehr schwer zu meistern und führt bei einigen Menschen zu einer schweren Lebenskrise die sogar von Suizidgedanken begleitet werden kann.

Glaubenssätze

Die eigenen Glaubenssätze sind einer der entscheidendsten Faktoren und das wirksamste Mittel für eine erfolgreiche Behandlung von Ohrgeräuschen.

Oft sind wir schon in der Kindheit darauf geprägt worden, einer Krankheit oder einem Symptom wie etwa Ohrensausen mit negativen Gedanken zu begegnen.

Klar, es ist ziemlich unangenehm wenn es ständig pfeift im Ohr und manchmal hat man das Gefühl, dass einen die Töne im Kopf in den Wahnsinn treiben. Aber: Ohrgeräusche entstehen im Kopf und setzen sich in den Nerven unseres Gehirns fest – so manifestiert sich die Erkrankung im Gehirn und wird chronisch. Basis einer erfolgreichen Behandlung ist deshalb die Abklärung der Ursachen, eine Entwicklung von positiven Glaubenssätzen und am wichtigsten. Stress abbauen bei Tinnitus. Auch wenn Du durch Deine Ohrgeräusche einen enormen Leidensdruck erfährst ist es wichtig, dass Du immer wieder denkst: „Mein Piepen im Ohr ist keine Krankheit – es ist plötzlich da gewesen, also wird es auch wieder verschwinden.“ Das ist der erste Schritt für Stress abbauen.

Denke positiv und höre nicht auf Deine Ohrgeräusche, höre in Dich hinein und versuche  herauszufinden was Dir Dein Körper damit sagen will.

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